Unterhaltskosten beim Elektroauto

Wegen der niedrigen Unterhaltskosten gehört E-Autos die Zukunft. Sie sind im Verbrauch deutlich günstiger als Benziner- oder Diesel-Fahrzeuge.

In der Anschaffung momentan noch etwas teurer, im Verbrauch jedoch bereits günstiger als Benziner- oder Diesel-Fahrzeuge. Auch wegen der niedrigen Unterhaltskosten gehört E-Autos die Zukunft. Durch die sinkenden Preise für die Herstellung der Akkus wird sich Elektromobilität zukünftig für die breite Masse immer mehr lohnen.

Welche laufenden Kosten fallen für ein Elektroauto an?

Die Ladekosten sind ein erster, wesentlicher Grund dafür, dass ein E-Auto bereits heute günstiger als ein Fahrzeug mit Benzin oder Dieselantrieb im Betrieb ist. In einer Betrachtung der Gesamtkosten für die Nutzung eines Elektroautos gilt es zusätzlich die folgenden Bestandteile einzubeziehen. 

Aufgrund des Elektroantriebes entfallen Kosten für Ölwechsel, Verschleissteile im Motorenbereich, Kraftstoff- und Ölkosten komplett. Überhaupt sind nach den Erfahrungen der ersten Jahre mit dem Betrieb der Elektroautos die anfallenden Kosten für Inspektionen und Verschleissarbeiten deutlich niedriger anzusetzen. 

In einigen Kantonen gibt es Fördermittel für den Einsatz von E-Autos und zusätzlich wird vielfach die  Motorfahrzeugsteuer für einen gewissen Zeitraum erlassen. Sieben weitere Kantone haben zusätzlich kantonale Förderungen aufgelegt.

Lediglich beim Wertverlust lässt sich noch kein endgültiges Bild abzeichnen. Hier sind vor allem die Erfahrungswerte mit den Restwerten der Batterie zu unklar, auch wenn die neuen elektrischen Fahrzeuge einen erstaunlich hohen Restwert besitzen, auch bei grossen km-Laufzeiten.

Die Versicherungskosten für Elektroautos staffeln sich nach Regionalklassen, Schadensfreiheit und anderen individuellen Merkmalen. Einige der Versicherer bieten inzwischen besondere Tarife für die Policen der E-Autos an. So hat sich in den vergangenen Jahren in der Praxis herausgestellt, dass die Fahrer von E-Autos umsichtiger und langsamer unterwegs sind und von daher weniger Unfälle verursachen. Zusätzlich helfen digitale Aufzeichnungen des Fahrverhaltens den Versicherern, spezielle Tarife für umsichtige Fahrer von elektrischen Autos auszugeben.

Was kostet der tatsächliche Verbrauch eines Elektroautos?

Anders als bei den Benzinern ist der laufende Betrieb eines E-Autos von den Stromkosten abhängig. Hier kommt es zunächst einmal darauf an, wo der Fahrer des Elektroautos auf diesen Strom zugreift.

Kostenloser Strom macht das Fahren von Elektroautos zum echten Vergnügen

Idealerweise kostet der Strom quasi Nichts. Das gelingt zunächst einmal durch eine Solaranlage auf dem heimischen Dach. Hier lässt sich kostenlos und ökologisch perfekt Strom nachladen. Eine weitere kostenfreie Variante finden sich auf den Parkplätzen des Einzelhandels. Bei den grossen Handelsketten wie Aldi, Lidl oder Ikea finden sich Ladestationen, die in der Regel kostenlos Strom für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen. Viele Arbeitgeber gewähren ihren Mitarbeitern kostenlosen Zugriff auf Ladestationen auf den Firmenparkplätzen.

Strom Laden in Parkhäusern, Ladestationen oder in der heimischen Garage

Viele der Parkhäuser in den Städten bieten inzwischen das Laden von Elektrofahrzeugen an. Häufig erfolgt die Abrechnung des geladenen Stroms über das Parkticket. So lädt der Elektrowagen bequem in der Aufenthaltszeit im Parkhaus. Eine genaue Preisübersicht ist hier schwierig, zumal derzeit viele der Parkhäuser den Strom subventionieren um somit eine höhere Auslastung ihrer Parkstätten zu erhalten.

Wie berechnet man die Stromkosten für ein Elektroauto?

Die Berechnung der Kosten für den Strom ist bei einem eAuto auf jeweils 100 km ausgerichtet. Typische Verbrauchszahlen für die kleineren und erfolgreichen Elektroauto Modelle wie dem Nissan Leaf oder dem Renault Zoe liegen bei ca. 15 bis 17 Kilowattstunden pro gefahrenen 100 Kilometer. Bei 15 Kilowattstunden kommen wir umgerechnet auf Energiekosten von weniger als 4 CHF je 100 Kilometer – diese Verbrauchskosten sind also dem Benzin- oder Dieselverbrauch entgegenzusetzen. Es bleibt festzustellen, dass bei den derzeitigen Kosten für Benzin und Diesel, die Verbrauchskosten für Strom deutlich geringer ausfallen. Am günstigsten laden die Fahrer von E-Autos also zu Hause an der Steckdose oder an der eigenen Wallbox.

Der Strom ist nach dieser Berechnung wesentlich günstiger als Benzin- oder Diesel-Kraftstoff an Tankstellen. Wenn man dann noch die oben beschriebenen Minderkosten an Wartungs- und Verschleissteilen betrachtet, dann macht sich ein Elektroauto schnell bezahlt. Hierbei gilt, dass je höher die jährliche Kilometerleistung des Fahrzeuges, desto grösser das Einsparpotential für E-Autos gegenüber den Verbrennern. Entsprechend wird auch der Anteil der aktuell hohen Batteriekosten an den Gesamtkosten eines Elektroautos deutlich sinken.

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