Stellantis baut eigene Ladestationen

Für den Stellantis Konzern gehört bei der Einführung der Elektroautos die Verfügbarkeit öffentlichen Ladens zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Beim Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen plant Stellantis nunmehr die Einrichtung von flächendeckenden Ladestationen. Über die Tochtergesellschaft FCA Italy S.p.A. und in Partnerschaft mit TheF Charging wurde vor wenigen Tagen ein Partnerschaftsabkommen bekannt gegeben.

Stellantis begleitet mit dem Ladenetz die Elektrifizierung der eigenen Marken


Die Stellantis Gruppe vereinbart sowohl bei den Pkw, als auch bei den Nutzfahrzeugen klangvolle Marken. Zu den Pkws gehören Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot und das in England beheimatete Vauxhall.


Die neue Zusammenarbeit sieht vor, ein öffentliches Ladenetzwerk in Europa zu schaffen, das für alle Elektrofahrzeuge zugänglich ist, also auch die Marken anderer Hersteller laden lässt. Allerdings sollen Stellantis-Kunden exklusive Konditionen erhalten. Diese Vorteile werden sich über günstigere Strompreise ausdrücken. So gestaltet das auch der europäische Anbieter IONITY. Die in München ansässige Gesellschaft hat inzwischen ein Schnellladenetzwerk mit 400 Stationen aufgebaut, die für Fahrer von VW, Audi, Porsche, BMW, Mercedes-Benz, Ford, Hyundai und Kia günstiger zu nutzen sind. Diese Automobilhersteller sind alle an IONITY beteiligt, daher die Vergünstigungen.

Das Laden von Elektroautos soll zukünftig für alle Marken gleichermassen möglich sein

Stellantis selbst setzt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur auf die strategischen Kooperationen zur Verbreitung der Elektromobilität und nutzt dabei nicht nur die internen Kompetenzen, sondern auch die Spezialisierungen der Partner, um die Markteinführung neuer, zeitgemäßer Technologien zu beschleunigen. Dabei ist das Ziel von Stellantis jetzt der zügige Aufbau eines umfassenden Netz zur Förderung der elektrischen Mobilität in Europa. Dabei gilt es auch das Nutzererlebnis zu optimieren. Gemeinsam mit TheF Charging wurden mehr als 1.000 Eigentümer oder Betreiber von Standorten in ganz Europa identifiziert, um hier die ersten Ladestationen zu errichten.

In ganz Europa soll das Ladenetz von Stellantis verfügbar sein

Darunter zählen Standorte in Stadtzentren, an öffentlichen Einrichtungen (z.B. Krankenhäusern und Schulen), an Verkehrsknotenpunkten (Flughäfen, Bahnhöfen, Häfen), an Freizeiteinrichtungen (Sport- und Wellnesszentren, Hotels, Restaurants) und an Einzelhandelsgeschäften. Insgesamt sind das über 15’000 Standorte in Europa mit zwei Millionen Stellplätzen.


Das Ladenetzwerk ergänzt das Atlante-Projekt


Die Vereinbarung zwischen Stellantis und TheF Charging ergänzt das sogenannte Atlante-Projekt. Dieses Atlante-Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen der NHOA-Gruppe – die als Eigentümer und Betreiber des Netzwerks entwickelt und investiert – und Free2Move eSolutions, welches für die Lieferung der Hardware und Software verantwortlich ist. Hier sollen vor allem in Südeuropa Schnellladestationen ausgebaut werden, denn gerade hier fehlt bislang die Ladeinfrastruktur in beachtlichem Umfang. Letztlich ist gerade in Italien, aber auch in Spanien und Portugal der Anteil der Autos aus dem Stellantis Konzern besonders hoch.





Michael Brecht
Mobility Enthusiast und Publisher

Mich interessieren Lösungen zu aktuellen Fragen der Mobilität. Hier auf CAR FOR YOU schreibe ich über meine persönlichen Erfahrungen mit Elektroautos, der Ladeinfrastruktur und Innovationen der Elektromobilität.